Lebenswelt Bildung

Kindergarten, Schule, Universität, der Weg der Bildung für die Kinder dauert viele Jahre und prägt genauso wie die Wohnumwelt. Bildung sollte nicht auf das Lernen reduziert sein, sondern eine Persönlichkeitsentwicklung ermöglichen. Räume als Hilfe zur Erziehung zu sehen, hat in der Sozialpädagogik bereits eine gewisse Tradition.

Architekturpsychologische Erkenntnisse können helfen, die Räume von Bildungseinrichtungen so zu gestalten, dass nicht nur Lernen und Konzentration sondern auch das Sozialverhalten gefördert werden. Das  Wohlbefinden der Einzelnen ist Voraussetzung um das Lernen zu einem positiven Erleben zu machen, dass zum lebenslangen Lernen motiviert. Möglichkeiten der Privatheitsregulation und der Aneignung sind nur zwei der wesentlichen Aspekte, die aus einer Lernumwelt eine Lebenswelt für Bildung machen.

Viele Probleme, die in Bildungseinrichtungen entstehen, haben räumliche Dimensionen. Aggression etwa wird verstärkt, wenn die Territorien sich zu stark überschneiden, wenn es zu wenige Zonen verschiedener Aktivitäten gibt und wenn dadurch Nutzungskonflikte entstehen. Belastungen durch Lärm führen zu einer verzögerten Sprachentwicklung. Erholungsqualitäten im Gebäude und im Außenbereich sind wichtig um Stress besser verarbeiten zu können.

Bildungseinrichtungen können hinsichtlich ihrer Qualitäten als Lebensraum bewertet werden. Dazu dienen architekturpsychologische Kriterien, die durch Forschung und wissenschaftliche Theorien gestützt sind.