Salutogene Lebenswelten

Unsere Lebenswelten (Wohnen, Arbeiten, Freizeit) können so gestaltet sein, dass sie die Gesundheit fördern (salutogen) oder eher krankmachend wirken (pathogen). Die Salutogenese, also die Wissenschaft von den gesundmachenden Aspekten, hat das Kohärenzgefühl als zentrale Gesundheitsressource erkannt. Dies ist vergleichbar mit den Selbstregulationsmöglichkeiten bzw. -fähigkeiten.

Im wohnpsychologischen Sinn gibt es drei Gruppen von salutogenen Kriterien, die Selbstregualtion, die soziale Regulation und die Ressourcenorientiertung. Diese drei Gruppen können wieder weiter unterteilt werden.

Selbstregulation

  • physische Aspekte (z.B. Schadstoffbelastung)
  • sensorische Aspekte (z.B. Licht, Farbe, Formen)
  • Regeneration (z.B. erholsame Umwelten, Stressregulation)
  • Sicherheitsempfinden (z.B. Geborgenheit durch Raumformen, öffentliche Sicherheit)
  • Privatheit (z.B. Rückzugsmöglichkeiten)
  • Aneignungsmöglichkeiten (z.B. Spielraumqualität für Kinder)

Soziale Regulation

  • Zusammenleben in der Familie (z.B. familiengerechte Grundrisse)
  • soziale Territorien (z.B. symbolische Grenzen bei Sitzgruppen)
  • Nachbarschaft (z.B. Kontaktzonen im Freibereich)
  • Privatheitsregulation (z.B. Übergangszonen beim Eingang)
  • Regulation von Nähe und Distanz (z.B. Privatheitsgradient in der Wohnung)

Ressourcenorientierung

  • Geld (z.B. finanzielle Belastung durch die Wohnraumschaffung)
  • Zeit (z.B. Aufwand für die Wohnraumverwaltung)
  • persönliche Energien (z.B. soziale Unterstützung im Alltag)

Diese Kriterien entscheiden darüber, ob (Wohn)Umwelten gesundheitsfördernd (salutogen) oder krankheitsfördernd (pathogen) wirken. Eine nähere Beschreibung dieser Zusammenhänge können Sie hier nachlesen.